Jochen Köhnke - Oberbürgermeister für Münster

Aktuell

Stadt: Tempo 30 auf Hauptstraßen bremst Feuerwehr aus

Nachdem die Grünen im Zuge ihres Beitrags zur Versachlichung der Debatte über die Einführung eines flächendeckenden Tempo-30 Modells den OB-Kandidaten Jochen Köhnke darauf hinwiesen „ein Blick in den Gesetzestext erleichtere die Rechtsfindung, das lerne ein Jura-Student schon im ersten Semester“, rät Köhnke dem GAL-Ratsherrn Carsten Peters und auch zukünftigen Jura-Student*innen, darüber menschliche Interaktion und gesunden Menschenverstand nicht zu vernachlässigen.

Zu einer sachlichen Debatte gehöre, mit den Betroffenen und entsprechenden Expert*innen Gespräche zu führen, stellt der Sozialdemokrat klar. „Ich habe mich darüber bereits im Vorfeld mit der Feuerwehr Münster unterhalten. Daher erachte ich es auch als unseriös von Markus Lewe, ein Tempo-30 Modell vorzuschlagen ohne sich ausreichend Gedanken darüber gemacht zu haben“, betont Köhnke.

Vor diesem Hintergrund hat die SPD-Ratsfraktion nun bei der Verwaltung nachgehakt. Ergebnis: Der Bericht der Verwaltung führt aus, dass die Feuerwehr Münster davon ausgehe „dass eine Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit auf Feuerwehr-Vorbehaltsstraßen von 50 km/h auf 30 km/h die durch die Einsatzfahrzeuge auf diesen Straßen zu erzielenden Durchschnittsgeschwindigkeiten (abhängig vom konkreten Fall: erheblich) reduziert“. Weiter würden bei einer Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h auf den genannten Straßen die Einsatzfahrzeuge durch den allgemeinen Verkehr ausgebremst werden und sich entsprechend die Zeit bis zum Eintreffen der Feuerwehr an der Einsatzstelle verlängern.

„Klar ist, man muss mit den Menschen ins Gespräch kommen. Nur so lassen sich gute Lösungen für unsere Stadt finden. Und so bleibe ich auch dabei: Tempo 30 ist dort sinnvoll, wo es von Expert*innen empfohlen wird. Dogmatisches Denken aus den Reihen der CDU hilft uns hier nicht weiter“, mahnt der OB Kandidat.