Jochen Köhnke - Oberbürgermeister für Münster

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Köhnke: Lewe betreibt Schönrechnerei: SPD-Oberbürgermeisterkandidat zieht neue Tourzahlen in Zweifel

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Köhnke: Lewe betreibt Schönrechnerei: SPD-Oberbürgermeisterkandidat zieht neue Tourzahlen in Zweifel

Der Aussage von CDU-Oberbürgermeister Lewe, ein Start der Tour de France in Münster solle mit maximal 100.000 Euro bezuschusst werden, trat heute Jochen Köhnke, Oberbürgermeisterkandidat der SPD Münster, entgegen: "Ich ziehe die Seriösität einer solchen Rechnung stark in Zweifel", so Köhnke. "Wenn Herr Lewe nun die Wende in dieser Frage macht, weil ihm bewusst geworden ist, wieviel ein Tag mit kurzem Konfettiregen Münster kosten könnte, macht das die Sache nicht besser. Denn wenn der OB die Tour haben will, dann wird er über die ausgegebene Grenze von 100.000 Euro gehen müssen. Ein mögliches Sponsoring wird das sich auftuende Finanzierungsloch nicht vollständig füllen können", erklärt Jochen Köhnke. "So wurden allein für die Ordnungsmaßnahmen zum 2018 angesetzten Katholikentag in einer städtischen Vorlage 300.000 Euro angesetzt. Nimmt man hier also nur einen Bruchteil an, ist Lewes Budget schon erschöpft. Das sollte klar ausgesprochen werden, alles andere ist Augenwischerei."

Insbesondere die Erfahrungen aus anderen Städten in vergleichbarer Situation würden der Schönrechnerei des Amtsinhabers widersprechen, rechnet Köhnke vor: 2008 wären für einen geplanten Tourstart in Düsseldorf nach Berechnungen der Düsseldorfer Sportagentur fast 6 Millionen Euro fällig geworden. Auch in Utrecht, die in diesem Jahr den Tourstart zu sich geholt haben, kam man am Ende auf - anfangs deutlich niedrigere angesetzte - Gesamtkosten von 10 Millionen Euro, darunter allein 4 Millionen Euro an Lizenzgebühren. "Ich denke daher, dass es Zeit ist, nicht mehr über die Zahlen zu fabulieren, sondern deutlich zu machen, wo die Prioritäten für Münsters Zukunft zu setzen sind. Einen Tourstart zähle ich nicht dazu - und das ohne ein Wenn und Aber", stellt Köhnke klar.